Internationales Fantreffen in Vojens/Dänemark
 

"Du bist doch verrückt ! Für ein Wochenende nach Dänien ! Warum machst Du so was ?"
 

Ein ums andere Mal habe ich mir so etwas anhören dürfen.

Hier nun die Antwort:

1. ...finde ich immer wieder Gleichgesinnte (Junior/Patz), die für so etwas zu haben sind.

2. ...ist es eine Möglichkeit "alte" Freunde wiederzusehen und "neue" Freunde im Eishockey kennenzulernen.

3. ...ist ein Fantreffen in Dänemark auch für einen Fantreff-Erprobten eine besondere Herausforderung.


Aber der Reihe nach. Schon die Hinfahrt war ein Erlebnis für sich. Von Tölz aus zogen wir zu dritt (siehe oben) gen Münchner Hauptbahnhof, um uns dort mit unseren "eingekauften" Spielern zu treffen. Treffpunkt war, wie sollte es auch anders sein, ein Bierstand. Nach einer ausgiebigen Wiedersehensfeier ging`s ab in den Zug Richtung Vojens. Nach zweimaligem Umsteigen in Nürnberg und Hamburg, sowie der kompletten Vernichtung der mitgebrachten Getränkereserven (+noch neu hinzugekaufter) kamen wir nach knapp 14 Stunden Fahrzeit gegen 11.30 Uhr in Vojens an.

Während sich nun unsere zwei Leihgaben ein Zimmer suchten, machten wir drei uns auf den Weg zum Festgelände und dem dazugehörigen Campingplatz. Und obwohl es noch Freitag Früh war, waren wir beileibe nicht die ersten, die ihr Zelt aufgestellt hatten. (Ganz eiserne Fans waren nämlich schon am Donnerstag angereist) Also Zelt aufgebaut, am Info-Stand des Ausrichters angemeldet und erst mal etwas Ruhe.
Ab dem frühen Nachmittag begann dann das richtige Fantreffen. Nach und nach trudelten Fans aus Dänemark, Deutschland, Schweden, Norwegen und sogar Finnland ein. Ein buntes Sprachen- und <Trikotgewirr machte sich über das ganze Gelände breit.
Da aber nun die anderen Fans zum Großteil noch mit dem Zeltaufbauen beschäftigt waren, beschlossen wir, uns erst einmal zu stärken.
Da aber der Grill leider (??) noch nicht angeheizt war, mußten wir erstmal mit flüssiger Nahrung vorlieb nehmen. Na ja - das mit Grill dauerte dann auch noch länger, aber die Theke war dadurch immer gut gefüllt.

Abends - nach dem ein oder anderen Getränk - ging die Fan-Party dann so richtig los !!!
Jeder Fanclub wurde eigens vorgestellt (es waren so um die 50) und dann wurde (wie im Eishockey üblich) miteinander gefeiert, geschunkelt, getanzt, gesungen und geso......
Und auch wenn die Sprachbarrieren innerhalb der ersten Gesänge noch standhielten, mit international üblichen "Lalalala"-Melodien wurde das Zelt zum kochen gebracht - und das bis in die frühen Morgenstunden.
(Um welche Zeit ich dabei mein Trikot gegen das der Lahti Pelikans getauscht habe, weis ich leider nicht mehr.)

9 Uhr - wecken - dann duschen und dann mal etwas frühstücken; denn da am Samstag ja das Fußballturnier auf dem Programm stand, sollten wir ja gestärkt sein. Die Auslosung hatte für uns eine 4-er-Gruppe ergeben, in der sich auch der Mitfavorit und spätere Turniersieger aus Herlev/Dänemark befand. Nach einer Niederlage und zwei "Zu-Null"Siegen war die Tür zum Viertelfinale aufgestoßen. Doch zwischen den Spielen lauerte uns ein alter Bekannter auf !! Und so viel die Leistung bei einigen Spielern langsam aber sicher ab.
Das machte sich im 7-Meter-Schießen dann auch bemerkbar, denn nach zwei vergebenen Versuchen war das Ende des Turniers gekommen.

Aber es fand ja noch ein Schlagschußwettbewerb statt. Alle Augen waren auf die Schützen gerichtet und Patz schien dem Druck nicht standzuhalten. Nicht anders ist sein gescheiterter Versuch, den Ball zu treffen, zu erklären. Aber auch wir anderen machten es nicht viel besser und scheiterten am allesamt am Keeper des dänischen Erstligisten.

Also - vorbei mit den sportlichen Aspekten - hin zum gemütlichen Teil ! Die gesellige Runde der "Bunten Mischung Deutschland" war schon am Laufen und so standen die "Taufen" der Fantreff-Neulinge auf dem Programm. Getauft - getan und in lustiger Rinde weitergefeiert.

Als letzter Rahmenpunkt stand ein lustiges "Laufen-Drehen-und-Trinken-Spiel" auf dem Programm. Da unser Team aber zu diesem Zeitpunkt sich in alle Winde zerstreut hatte, suchten Junior und ich uns andere Mitstreiter. Unsere Taktik bestand darin, die beste Performance an den Tag zu legen und bloß keine Hektik aufkommen zu lassen. Und während sich die anderen Mannschaften leidenschaftlich in den Wettkampf schwangen (und sich reihenweise auf die Fresse legten), legten wir mit einer geruhsamen Polonaise, zwei Zwischenbieren und einer Raupe zurück zum Startpunkt eine fast unschlagbare Zeit vor. Leider wurden wir jedoch wegen Nichtbeachtens der Startregeln disqualifiziert.
Der Abend verlief dann genauso gesellig, wie schon die vorige Nacht. Nach der Siegerehrungen für die Spiele, die beste Stimmung und die weiteste Anfahrt (hier erreichten wir einen 4.Platz hinter den Finnen und ein paar Nordschweden) wurde wieder getanzt, ge.......usw.

Das morgendliche Aufstehen fiel dann am Sonntag schon etwas schwerer, aber da unser Zug um 10.20 schon Vojens verließ, machten wir uns nach einer langen Verabschiedungsrunde wieder auf den Heimweg.
Und nach einer rund 11-stündigen Heimfahrt trafen wir am Sonntag Abend wieder in Tölz ein.
Eine 72-Stunden-Übung für ein Fantreffen !!!

Und - eins ist sicher - nächstes Jahr fahren wir wieder nach Vojens !!!!
 
Die exklusiven Fotos gibt’s hier ...