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Do. 04.03.20010, 20 Uhr

Do. 01.04.20010, 20 Uhr

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Rich: „Fehlentscheidung eine absolute Frechheit“
Bad Tölz - Löwen-Trainer Dave Rich ist sauer über die Fehlentscheidung in der Partie gegen Rosenheim. Sie war sehr wohl spielentscheidend. "Zumindest hat sie den Spielverlauf klar beeinflusst."
Nach dem Studium des Videobandes änderte Dave Rich seine Meinung. Ursprünglich hatte er sportliche Belange für die 1:3-Nieder- lage gegen Rosenheim verantwortlich gemacht. Doch nachdem er die fragliche Szene gegen Konstantin Firsanov auf dem Bildschirm angeschaut hatte, platzte ihm fast der Kragen. „Aus der Aufzeichnung geht klar hervor, dass Jozef Cierny beide Arme am Schläger hatte.“ Von Ellbogen-Check gegen Firsanovs Kopf, wie es der Schieds- richter fälschlicherweise auch noch Josef Kottmair unterstellt hatte, könne keine Rede sein. „Der Rosenheimer ist gegen Ciernys Schulter gerannt.“ Die Szene sei für ihn sehr wohl entscheidend gewesen. „Zumindest hat sie den Spielverlauf klar beeinflusst“, sagt Rich: Statt weiter um den Ausgleich zu kämpfen, mussten die Löwen sieben Minuten in Unterzahl überstehen, weil auch der Trainer eine Strafe bekam. „Nur weil ich den Schiedsrichter gefragt hatte, wer die Spieldauer bekommt, und die Arme oben hatte.“ Das lange Unterzahlspiel zehrte an den Kräften und den Nerven der jungen Löwen. „Klar haben wir einige Chancen vergeben“, gibt Rich zu. „Aber kein Wunder nach der langen Unterzahl.“ Und die Fehlentscheidung beeinflusst auch die weiteren Spiele: Möglicher- weise fehlen den Löwen nun gleich zwei Leistungsträger – wegen einer Aktion, die für Rich kaum eine Zwei-Minuten-Strafe wert war. „Es ist eine absolute Frechheit. Viele Schiedsrichter nehmen sich einfach zu wichtig.“ (nic) Merkur-Online 09.02.2010

Dreier-Rennen um die Play-offs
Bad Tölz - Im Kampf mit Klostersee um den Play-off-Platz acht haben die Löwen das bessere Restprogramm, aber ein Spiel weniger. Auch Füssen mischt nun plötzlich noch mit.
Sieben Spiele bleiben den Tölzer Löwen noch, um die Saison mit einem versöhnlichen Ende abzuschließen: dem Erreichen der Play-offs. Sollten sie es schaffen, auf den umkämpften achten Platz vorzustoßen, ist das Saison-Aus zwar so gut wie programmiert. Schließlich wartet als Gegner Ligaprimus Herne. Trotzdem möchte Dave Rich die Schlussrunde um jeden Preis erreichen. „Die Play-offs sind etwas Besonderes – gerade für unsere jungen Spieler“, meint der Löwen-Trainer. „Schon die Atmosphäre ist ganz speziell.“
Leicht wird es nicht: Vier Punkte trennen die Löwen derzeit von Klostersee auf Platz acht, das noch ein Spiel mehr hat. Immerhin haben die Buam das etwas bessere Restprogramm (siehe rechts). „Außer Herne haben wir keine Gegner aus der Tabellenspitze mehr, Klostersee schon“, sagt Rich. Doch der Saisonverlauf habe gezeigt, dass in der Liga jeder jeden schlagen könne. Es gebe keine garantierten Drei-Punkte-Spiele, meint Rich. „Auch Herne und Peiting haben gegen vermeintlich schwache Teams überraschend Federn gelassen.“
Es zählen nur noch Siege. Vor allem zu Hause brauchen die Tölzer jeden Zähler. „Gegen Nauheim und Herne kannst du verlieren“, räumt Rich ein. „Den Rest sollten wir holen.“ Mit fünf Erfolgen aus den restlichen sieben Partien seien die Play-offs möglich. Auch gegen die direkte Konkurrenz können die Löwen noch punkten. „Wir haben es selbst in der Hand“, sagt Rich. „Die Partie in Grafing wird ein Monsterspiel“, sagt Rich. „Wenn wir das verlieren, ist’s aus.“ Auch die wieder erstarkten Füssener empfangen die Löwen noch zum Heimspiel. „Die schalten sich jetzt auch noch ein, es wird ein Dreier-Rennen um die Play-offs.“
Aber auch wenn sie es nicht schaffen sollten, würden seine Schützlinge etwas lernen, meint Rich. „Sie sehen, wie knapp es war, dass sie mithalten konnten, und dass ein paar Fehler zu viel in ein paar Spielen die Play-offs gekostet haben.“
Letztlich macht er die Verletzungen von Franz Mangold und Thomas Merl mit dafür verantwortlich, dass die Löwen nicht weiter oben stehen. „Mit ihnen hätten wir die Play-offs auf Rang fünf oder sechs geschafft“, ist er sich sicher. Nur vier statt neun Niederlagen in Folge um Weihnachten herum hätten die Löwen dann kassiert, glaubt der Coach. „Oder wir hätten früher Verstärkung verpflichten müssen.“

Trotzdem hat er die Play-offs keineswegs abgeschrieben. Die Fehlentscheidung aus der Partie gegen Rosenheim stößt ihm allerdings sauer auf (siehe Kasten), weil ihm nun auf jeden Fall Josef Kottmair mindestens fürs Heimspiel gegen Füssen fehlt. Eventuell wird auch noch Jozef Cierny nachträglich gesperrt. Doch vor der Saison habe sowieso kaum jemand damit gerechnet, dass es die Löwen so weit schaffen. „Wir sind die beste junge Mannschaft der Liga.“ Doch wo sie schon so weit sind, wollen die Löwen noch höher hinaus – und die Play-offs erreichen. (Nick Scheder) Merkur-Online 09.02.2010

Hart Kämpfen und 60 Minuten laufen

Bad Tölz - Vor dem wichtigen Heimspiel gegen Klostersee (Sonntag, 18 Uhr, hier im Live-Ticker) sind die Löwen vor allem mit sich selbst beschäftigt. Trotz Unstimmigkeiten pocht Dave Rich auf positive Stimmung im Team.
Die Tölzer Löwen machen auf Einigkeit. Am Samstag steht ein kurzes Training mit anschließendem Weißwurstfrühstück auf dem Programm. Positive Stimmung sei wichtig, auch wenn man sieben Niederlagen in Folge kassiert hat, sagt Trainer Dave Rich. „Ich muss die Scheibe wollen, Tore schießen wollen, sonst klappt gar nichts“, meint der Übungsleiter, der deshalb zum geselligen Beisammensein aufruft, bevor es am Sonntagabend ernst wird: Ein Sieg gegen die punktgleichen Klosterseer wären entscheidend, um den Anschluss ans Mittelfeld und die Play-off-Plätze zu wahren. „Positive Einstellung ist wichtig.“
Die ließen die Löwen bei ihren letzten Auftritten mehr und mehr vermissen. Die Leistungsträger gerieten ins Kreuzfeuer des Trainer, akzeptierten die Kritik stellenweise, aber sahen auch den Trainer in der Verantwortung (wir berichteten). Auch Rich bringt Verständnis auf. Allerdings: „Es gab nicht nur ein Gespräch mit den Spielern.“ Sie müssten wissen, was er möchte: Mehr Schüsse, mehr Tore, mehr Kommunikation auf dem Eis. „Ich rede auch ständig auf der Bank, nach dem Spiel habe ich keine Stimme mehr.“
Auch gegen Kritik an seinem Powerplay-System verwahrt sich Rich. „Ich bin der Trainer und ich entscheide, wie wir spielen.“ Dass es so falsch nicht sein kann, habe er vergangene Saison mit seinem Ex-Verein Füssen bewiesen, als er mit dem gleichen System die Überzahl-Statistik der Liga anführte. Nur an der Umsetzung hapert es bei den Löwen. „Statt einfach gerät es oft zu kompliziert.“ Bei jungen Spielern dauere es eben, bis sie das System drin haben.
Doch Rich richtet sein Engagement auf die Zukunft aus. „Jeder Spieler bekommt hier so viel Eiszeit und Vertrauen wie sonst nirgends.“ Und das zahle sich mittelfristig aus. „In zwei Jahren sind es überragende Überzahl-Spieler.“ Nur: Das nützt den Löwen am Sonntag gegen Grafing noch nicht viel. „Wir müssen eben unsere Qualitäten auspacken“, fordert Rich. Und das sind harter Kampf und 60 Minuten Schlittschuh-Laufen.
So können die Löwen den EHC knacken, ist Rich überzeugt. „Wir wollen die drei Punkte, es ist für uns ein vorgezogenes Play-off-Spiel.“ Allerdings wiegen die Ausfälle von gleich drei Mittelstürmern noch schwerer als angenommen. „Das ist ein Monsterrückschlag für uns“, stellt Rich klar. Thomas Merl fällt nun noch länger aus als gedacht. Er war zwar kurz auf dem Eis, doch bis zu seinem Comeback vergehen noch vier bis fünf Wochen, vermutet Rich. Franz Mangold und Florian Strobl fehlen wohl noch zwei Wochen. Per Föderlizenz aus Nürnberg kommt – wenn überhaupt – nur Henry Martens. merkur-online 15.01.2010

Löwen lassen Leidenschaft vermissen
Bad Tölz - Zu harmlos im Abschluss, zu einfache Gegentore: Beim1:4 gegen Nauheim kamen den Löwen erstmals in dieser Saison die Tölzer Tugenden abhanden: Kampfgeist und Laufen bis zum Umfallen.
Die derzeitige Niederlagen-Serie scheint die erste Krise in dieser Saison zu sein, die sich spürbar auf die Mannschaft auswirkt: Schon oft lagen die Tölzer Löwen in einem Spiel zurück. Doch immer war es die Stärke des jungen Teams, nie aufzugeben und sich wieder zurückzukämpfen. Mehrfach schaffte es die Mannschaft von Trainer Dave Rich, einen Rückstand umzubiegen und sich zumindest noch einen Punkt zu holen. Gestern war es anders: Bei der 1:4-Niederlage gegen Bad Nauheim glaubte ab Mitte des zweiten Drittels keiner mehr so recht daran, noch einen Punkt retten zu können. Zu wenig Leidenschaft, zu wenig Kampfgeist – sonst die Stärke der Löwen – ließen die Platzherren gegen die Roten Teufel aufscheinen. Nicht einmal der der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Florian Engel führte zu einem Aufbäumen der Löwen. Sie reduzierten den Widerstand auf ein Minimum und ergaben sich in ihr Schicksal.
Daran konnten auch die beiden Nürnberger Neuzugänge Henry Martens und Simon Fischhaber nicht viel ändern. Per Förderlizenz waren sie zu den Tölzer Löwen gestoßen und setzen durchaus Akzente in der Offensive. Fischhaber, der gestern seinen ersten Einsatz im Löwen-Trikot hatte, feuerte viele Schüsse auf den Kasten von Boris Ackers ab. Besonders im Powerplay, das die Tölzer recht gefällig aufzogen, ergaben sich jede Menge Möglichkeiten für die Isarwinkler, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. Nauheim war zunächst nur durch gelegentliche Konter gefährlich. Doch im Abschluss waren beide Mannschaften zu harmlos, um aus ihren Angriffen Kapital zu schlagen: Bis zur ersten Drittelsirene fiel kein Tor.

Es war erneut eine Tölzer Überzahlsituation, in der die Löwen mächtig Druck machten. Christian Kolacny hatte zwei Chancen, Daniel Menge traf den Pfosten. Doch als Landon Gare von der Strafbank zurückkam, versorgte er seinen Sturmpartner Kevin Richardson mit der Scheibe. Der startete einen Alleingang über rechts, und schloss unhaltbar für Jenike zum 1:0 ab. Und es kam noch schlimmer: Kyle Piwowarczyk überwand die Tölzer Defensive zum 2:0, die Moral bröckelte.

Im Schlussdrittel verkürzte Florian Engel zwar noch auf 1:2. Doch der Anschlusstreffer brachte keinen wirklichen Schwung in die Tölzer Reihen. Stattdessen schlug erneut die Nauheimer Paradereihe zu, als Andrew Eastman auf die Bank musste. Wie einfach es gehen kann, machte Kyle Piwowarczyk vor, der ein Zuspiel von Landon Gare zum 3:1 verwertete.

Die Löwen ließen die Köpfe hängen. Vereinzelte Scheiben flogen zwar noch auf Ackers Kasten. Aber Peter Lindlbauer oder mehrfach Simon Fischhaber brachten den Puck nicht in den Maschen unter. Als die Roten Teufel kurz vor Schluss alles klar machten, gesellte sich bei den Löwen Frust dazu. Jan Barta war es, der Piwowarczyks Pass zum 4:1 einschob. Für Chris Eade endete die Partie nicht gut: Der Nauheimer, den ein Schlagschuss im Gesicht traf, kam mit Verdacht auf Kieferbruch ins Krankenhaus.

Das Ergebnis in Landsberg belastet die Tölzer Moral zusätzlich: Klostersee gewann 6:4 und schließt damit in der Tabelle punktgleich zu den Löwen auf. Jetzt sind Tölzer Tugenden gefragt. (Nick Scheder)
merkur-online 10.10.2010

Konter-Eishockey fürs Selbstvertrauen
Bad Tölz - Die Tölzer Löwen wollen in Dortmund geduldig ihre Chancen nutzen und riskante 1:1-Situationen vermeiden. Am Montag treten die Löwen bereits zum dritten Mal in dieser Saison gegen den EHC (19.30 Uhr, hier im Liveticker) an.
Die Niederlage gegen Landsberg hat Dave Rich ein wenig den Weihnachtsfrieden zerstört. „Verlieren macht keinen Spaß, es dauert ein paar Tage, um das zu verdauen“, stellt der Löwen-Trainer klar. Doch so lange hat er gar nicht Zeit, um das 1:2 zu vergessen. Schon am Montag macht er sich mit seinem Team auf den Weg ins Ruhrgebiet. Dann treten die Löwen zum dritten Mal in dieser Saison gegen den EHC Dortmund (19.30 Uhr) an.

Rich hofft auf eine bessere Einstellung bei manchen Spielern. „Einige überschätzen sich und versuchen sich zu eigensinnig in 1:1- Situationen.“ Dann gehe der Puck verloren, Gegentreffer seien oft die Folge. „Die frühen Scheibenverluste müssen wir abstellen“, fordert Rich. Ein weiteres Problem: die Abschluss-Schwäche. „Wir brauchen zu viele Chancen für ein Tor“, kritisiert Rich. „Nur wenn wir 60 Mal schießen, gewinnen wir ein Spiel 5:1.“

Vor allem seine „Routiniers“ seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben: Daniel Menge und Kapitän Christian Urban haben bisher erst fünfmal getroffen. Im Vergleich dazu klingelte es beim 19-jährigen Johannes Sedlmayr bereits zehnmal im gegnerischen Kasten, DNL-Spieler Thomas Merl war auch schon fünfmal erfolgreich – in nur 13 Spielen. „Gut für die jungen, aber die erfahreneren Spieler sollten auch Torjäger sein.“

So wie bei den Elchen Dortmund. Dort sorgen die routinierten Ausländer Vitali Stähle, Travis John Sakaluk oder Jake Brenk für die größte Torgefahr. Auch David Hördler hat Rich als gefährlichen Mittelstürmer ausgemacht. Als Tabellendritter steht der EHC gut da. „Dortmund hat gerade einen Lauf“, sagt Rich. Das habe auch der lockere 4:1-Sieg gegen Füssen am Samstag gezeigt. Zu allem Übel haben die Löwen eine lange Fahrt vor sich, bevor sie aufs Eis kommen.

Trotzdem erwartet Rich von seinen Schützlingen, dass sie diesmal mit der richtigen Einstellung zu Werke gehen. „Wichtig ist ein guter Start – anders als gegen Landsberg“, meint der Trainer. Zu eigensinnig verloren seine Schützlinge oft die Scheibe. „Das müssen wir ändern, sonst wird es sehr schwierig, in Dortmund Punkte zu holen.“ Mit den Elchen haben die Löwen noch eine Rechnung offen: Beim ersten Saison-Spiel im Eissportzentrum West kassierten sie bei der 2:4-Niederlage zwei kuriose Gegentore.

Weil Rich auch diesmal nicht der komplette Kader zur Verfügung steht, verordnet er der Mannschaft wieder Konter-Eishockey. „Wir müssen Geduld aufbringen und auf unsere Chancen warten.“ Neben dem langzeitverletzten Thomas Merl muss Rich auch auf Yasin Ehliz und Leo Pföderl verzichten, die beim Junioren-Nationalteam im Einsatz sind. Martin Leismüller muss arbeiten, eventuell fällt auch Sedlmayr aus, der dem Training gestern krankheitsbedingt fernblieb. Um nicht weiter Selbstvertrauen einzubüßen, sollte in Dortmund wieder ein Sieg her. Oder zumindest ein gutes Spiel. „Wenn wir trotz guter Leistung nicht gewinnen können, ist es nicht ganz so schlimm“, meint Rich. Verlieren macht ihm trotzdem keinen Spaß. Nick Scheder merkur-online 27.12.09